Die Bordkarte auf Facebook zu Posten gibt mehr preis, als einem lieb ist

Alles ist gepackt, verstaut und vorbereitet – Startklar für die Reise! Stolz wird noch ein Foto von Koffer, Reisepass und Bordkarte geschossen und auf Facebook hochgeladen, so weit so gut. Aber lass die Boarding Karte nächstes Mal vielleicht lieber weg, es sei denn du willst bewusst persönliche Informationen an alle und jeden freigeben...

Der Blog KrebsonSecurity hat kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem sie die Folgen des Postens des Boarding Passes auf Sozialen Medien untersuchten. Auch wenn es auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann das Posten der Bordkarte spürbar negative Folgen haben.

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Zugang zu allen persönlichen Daten - und Buchungsdetails

Neben dem vollständigen Namen, den Fluginformationen und anderen persönlichen Informationen, konnte sich KrebsonSecurity durch das Foto des Boarding Passes Zugang zu dem record locator der betroffenen Person verschaffen. Über den record locator konnten sie sehen, dass der Passagier für den Tag einen Flug mit Lufthansa gebucht hatte. Weiter auf der Seite der Lufthansa konnten sie sich mithilfe des im Barcode verschlüsselten Nachnamen schließlich uneingeschränkten Zugang zu dem Kundenkonto des Betroffenen verschaffen. In den Händen der Falschen kann dieser Zugang schnell missbraucht werden. Dies reicht von harmlosen Eingriffen, wie die Sitznummer zu verändern bis hin zum Annullieren des Fluges. Am schlimmsten sind aber wohl die indirekten Folgen, denn wer es bis hierhin geschafft hat (sich in das Nutzerkonto des Reisenden einzuhacken), der wird auch ein leichtes Spiel haben, dessen PIN zu veränderen und deutlich mehr Schaden anzurichten.

Wer also ein wenig damit prahlen will, wieder auf Reise zu gehen, sollte in Zukunft vielleicht besser seiner Bordkarte vom Beweisfoto streichen - oder zumindest unkenntlich machen!

Pass USA

Geschrieben von Team Flug-Verspaetet.de.