7 außergewöhnliche Fakten über Thailand

Thailand wird unter deutschen Urlaubern ein immer beliebteres Reiseziel. Mittlerweile fliegen über eine halbe Millionen Deutsche jeden Sommer ins „Land des Lächelns“. Kein Wunder: Neben dem Großstadtleben in Bangkok (inklusive Infinity-Pool und Skyline) lädt das Land mit herrlichen Temperaturen und traumhaften Stränden vor allem zum Inselhopping ein. Auch einmal nach Thailand reisen? Grund genug, sich ein wenig mit der thailändischen Kultur zu befassen - Außergewöhnliches hat das Land genug zu bieten!

Thailand Boot Wasser Strand

Selfies – ein Volkssport

Selfies sind bei Thailändern überdurchschnittlich beliebt und es wird behauptet, dass keine Nation so viele Fotos von sich selbst machen würde, wie die Thais. An diesem Gerücht scheint etwas dran zu sein, denn bei einer Befragung der Einwohner ergab sich, dass die 17 bis 32 Jährigen pro Woche mindestens 45 bis 100 Selfies schießen würden! Und das, obwohl Selfies einen sogar ins Gefängnis bringen können: Für ein Selfie, auf dem eine Flasche Bier zu sehen ist, drohen bis zu 12 Monate Gefängnis! Also Obacht, wir wissen ja wie gerne Deutsche den weltweiten Biervergleich machen...

Verrückte Gesetze

Andere Länder, andere Sitten, jeder weiss es, jeder schätzt es. Vor allem Thailand hat einige Regeln, die uns Europäern zunächst merkwürdig erscheinen, die man aber dennoch besser respektieren sollte. Nicht nur herrschen in Thailand deutlich mehr Gesetze, als wir gewöhnt sind, sondern sind diese teilweise auch schwer nachzuvollziehen.

Es ist beispielsweise verboten, schlecht über die Königsfamilie oder die Monarchie im Allgemeinen zu sprechen. Im selben Sinn ist das Verbot, auf die thailändische Währung, den Baht zu treten – da auf den Geldscheinen der König abgebildet ist. Sind die Gesetze zur Respektierung der Königshauses noch weitgehend nachvollziehbar, gibt es auch weit skurrilere Verbote: Auf das Verlassen des Hauses ohne Unterwäsche steht beispielsweise eine Gefängnisstrafe und auch das Fahren eines Autos oder Mopeds mit nacktem Oberkörper ist strikt verboten. Dies sollte man vor Allem auf den Inseln und in Strandnähe im Hinterkopf behalten ... 

Der längste Name der Welt

Die meisten von Ihnen werden die Hauptstadt Thailands nur unter dem Namen Bangkok kennen. Das dieser jedoch eher einem Spitznamen gleicht, merkt man erst, wenn man erst mal den richtigen Namen von Bangkok gelesen hat: Krungthepmahanakhon Amonrattanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokphop Noppharatratchathaniburirom Udomratchaniwetmahasathan Amonphimanawatansathit Sakkathattiyawitsanukamprasit. Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, das ist der längste Städtename der Welt. Mit 169 Zeichen sprengt er sogar eine Twitter-Nachricht, bei der nur 140 Zeichen erlaubt sind!

Bangkok schlägt London

Bangkok ist seit 2014 die am meisten besuchte Stadt der Welt. Über 16 Millionen Menschen strömen jedes Jahr in die Hauptstadt, um Asien ganz nah zu erleben. Damit schlägt Bangkok sogar die britische Metropole London, die bis 2014 auf Platz eins rangierte.

Der Glaube an Geister

In Thailand glauben 95 % der Bevölkerung an den Buddhismus. Mit Touristen, die einer anderen Religion angehören, haben die höflichen Thais meist kein Problem. Jedoch sollte man sich respektvoll kleiden und verhalten, wenn man zum Beispiel die Tempel besuchen möchte. Dazu gehören bedeckte Schultern und Knie sowie geschlossene Schuhe. Außerdem glauben Thais – unabhängig vom Buddhismus – an Geister. Dieser Aberglaube geht sogar so weit, dass auf fast jedem Grundstück ein kleines Haus und ein Opfertisch bereit steht, um die Geister zu besänftigen.

Thailand Mönche

Die Schaukelpolitik

Das Wort Thailand bedeutet übersetzt das „Land der Freien“. Das passt ziemlich gut, da Thailand als einziges Land in Südostasien keine europäische Kolonie war. Die thailändische Dynastie war in dieser Zeit für seine „Schaukelpolitik“ bekannt:  die Großmächte wurden gegeneinander ausgespielt, um eine Kolonialisierung zu verhindern. Tatsächlich fruchtete diese Strategie und so konnte viel von Thailands Kultur bewahrt werden. Vor allem Franzosen, Niederländer und Briten eroberten während der Kolonialzeit hingegen Thailands Nachbarländer. Denn Südostasien war bekannt für seinen großen Reichtum an Rohstoffen und Gewürzen, die zu dieser Zeit einen ganz anderen Stellenwert als heute hatten und daher sehr begehrt waren.

Nie wieder „Was ziehe ich heute an?“!

In Thailand sind allen Wochentagen bestimmte Farben zugeordnet. Thais tragen deshalb oft am jeweiligen Wochentag ein Tshirt in der jeweiligen Farbe. Der Montag ist gelb, der Dienstag rosa, der Mittwoch grün, Donnerstag orange, Freitag blau, Samstag lila und Sonntag rot. Daher ist zum Beispiel auch die Farbe des Königs gelb – weil er an einem Montag geboren ist. Aber woher kommt dieser Brauch? Die Tradition hat ihren Ursprung in der hinduistischen Mythologie: Jedem Gott ist ein Planet und eine Farbe zugeordnet. Wendet man eine bestimmte astrologische Formel an, ergeben sich dadurch die Farben der Wochentage.

Thailand - ein Land voller verrückter und liebenswerter Regeln und Eigenschaften. Aber gerade das macht eine Reise dorthin doch auch so faszinierend, oder? 

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