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Gepäckarbeiter verbringt Flug im Frachtraum

In der vergangenen Woche kam es auf einem US-Inlandsflug von United Airlines zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Aus einem aus Charlotte, North Carolina kommenden Jet wurden nach der Landung in Washington D.C. nicht nur die Koffer der Passagiere ausgeladen.

Blinder Passagier im Frachtraum

Weil alles schnell gehen sollte, war ein Flughafenmitarbeiter beim Beladen der Maschine in Charlotte versehentlich von seinen Kollegen im Frachtraum eingeschlossen worden. Erst als der Passagierjet mit der Flugnummer UA6060 schon in der Luft war, bemerkte man das Verschwinden des Mannes. Da die genaueren Umstände des Vorfalls und der Zustand des blinden Passagiers zunächst nicht bekannt waren, wurde die Maschine bei der Landung in Washington D.C. vorsorglich von bereitstehenden Rettungskräften und der Flughafenfeuerwehr empfangen. Der Eingeschlossene hatte den etwa 80 minütigen Flug größtenteils unbeschadet inmitten der Ladung überstanden, da im Frachtraum der gleiche Druckausgleich wie in der Passagierkabine herrschte und der Mann somit vor der kalten Außentemperatur geschützt war.

Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich

Aus den letzten Jahren sind zwei ähnliche Fälle aus Portugal und den USA bekannt, in denen jeweils Gepäckarbeiter zunächst unbemerkt im Frachtraum eingeschlossen wurden. In beiden Fällen Gepäckarbeitermussten die Flieger umkehren, als bekannt wurde, dass sich eine eingeschlossene Person an Bord befand.

Für internationale Aufmerksamkeit sorgte erst im letzten Jahr ein chinesischer Teenager, der es schaffte in den Frachtraum einer Emirates Maschine von Schanghai nach Dubai zu gelangen und erst nach der Landung bemerkt und festgenommen wurde. Der Jugendliche hatte sich als blinder Passagier auf den neunstündigen Flug geschlichen um illegal nach Dubai einzureisen. 

 

Übrigens: Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr nächster Flug wegen eines eingeschlossenen Arbeiters im Frachtraum umkehren muss, stehen Ihre Chancen auf eine Entschädigung durch die Fluggesellschaft nicht schlecht! Laut EU Recht handelt es sich bei einer solchen Situation um keinen außergewöhnlichen Umstand, weshalb die Airline für etwaige Verspätungen aufkommen müsste.

Geschrieben von Flug-Verspaetet.de