Reisetipp: Mehr Platz dank des Knee Defenders

Stört es Sie auch so, wenn die Person vor Ihnen den Sitz zurück klappt und Sie einengt? Der Knee Defender könnte Ihnen helfen!

Der heutiger Reisetipp sorgt für einige Kontroversen darüber, ob er ein legitimes Hilfsmittel oder ein unzulässiger Eingriff in den Handlungsspielraum der Mitreisenden ist. Es geht um ein Gerät, dass unter dem Namen Knee Defender bekannt ist.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sind ein großer Passagier und sitzen im Flugzeug auf einem ohnehin schon engen Sitz mit begrenzter Beinfreiheit. Sobald sich das Flugzeug in Reiseflughöhe befindet, lehnt sich der Vordermann plötzlich weit zurück. So geht noch mehr von dem eh schon viel zu knappen Platz verloren und der Rest des Fluges wird zur Qual.

Was ist der Knee Defender?

Der Knee Defender ist ein Gerät, dass den Passagier vor Ihnen daran hindert, seinen Sitz nach hinten zu lehnen. Es verriegelt quasi den Sitz vor Ihnen und lässt Ihnen so die dringend benötigte Beinfreiheit. Der Knee Defender kann ein unverzichtbares Überlebenswerkzeug im Flugzeug sein, besonders für große Passagiere, die ihren Freiraum schätzen, sowie für Geschäftsreisende, die Ihr Laptop benötigen!

Wie denken andere Passagiere vom Knee Defender?

Die öffentliche Meinung zu dem Gerät ist gespalten und riss einige Menschen zu recht polarisierenden Meinungsäußerungen hin! Eine Umfrage von YouGov im Jahr 2014 stellte die folgende Frage:

"Eine Firma namens 'Knee Defender' verkauft ein Gerät, das man vor sich in den Flugzeugsitz einklemmt und die Person, die vor einem sitzt, davon abhält, ihren Sitz nach hinten zu lehnen. Halten Sie es für eine akzeptable oder inakzeptable Umgangsform im Flugzeug, ein solches Produkt zu verwenden?"

Das Ergebnis fiel recht deutlich aus:

  • Akzeptabel- 16%
  • Nicht akzeptabel - 65%.
  • Nicht sicher - 18%

Allerdings wurde diese Umfrage bereits im Jahr 2014 durchgeführt. Seitdem haben die Fluggesellschaften die Beinfreiheit in vielen ihrer Flugzeuge noch weiter reduziert. Dies könnte das Ergebnis der Umfrage beeinflussen, falls sie nun erneut durchgeführt werden würde. 

Der Erfinder verteidigt den Knee Defender. Er verweist auf Passagiere mit langen Beinen und Geschäftsreisende, die ihre Laptops nutzen müssen, was nicht möglich ist, wenn der Sitz zurückgelehnt wird. Dies könne sogar gefährlich werden, wenn eine Tasse Kaffee auf dem Tisch steht oder der hintere Passagier ein Baby auf den Schoß hat.

Welche Fluggesellschaften haben den Einsatz des Knee Defenders verboten?

Mehrere Airlines haben den Einsatz des Knee Defenders komplett verboten. Dabei handelt es sich allerdings hauptsächlich um Fluggesellschaften aus Nordamerika und Australien. Zu diesen Airlines zählen unter anderem Air Canada, American Airlines, Continental Airlines, Delta Airlines, Jetstar und Qantas.

In Europa sind die Fluggesellschaften bei diesem Thema entspannter. Der Knee Defender ist z.B. bei Virgin Atlantic und easyet erlaubt. Mehrere Fluggesellschaften, wie z.B. Ryanair, haben das Problem vollständig beseitigt, indem sie nicht verstellbare Sitze nutzen.

Die Folgen: Notlandung und Kampf zwischen Passagieren

Doch welche Probleme kann der Knee Defender mit sich bringen? Bei einem Flug von United Airlines kam es sogar zu einem Kampf zwischen zwei Passagieren. Der Aufruhr begann, als eine Frau versuchte, ihren Sitz zu verstellen und dies nicht gelang. Schnell stellte sich heraus, dass der Mann hinter ihr einen Knee Defender nutze, um genau das zu verhindern! Nachdem er sich weigerte, das Gerät zu entfernen, wurde sie so wütend, dass sie ihm ihre Limo ins Gesicht schüttete!

Der Vorfall führte zu einer Notlandung in Chicago, wo beide Passagiere rausgeworfen wurden! Verrückt, oder? In einem Interview nach dem Vorfall gab der Mann zu Protokoll, das Gerät auch weiterhin einsetzen zu wollen.

Unser Urteil zum Knee Defender

Da Flug-Verspaetet.de ein Fluggasthelfer ist, versuchen wir immer, uns auf die Rechte der Passagiere zu konzentrieren und bieten Ihnen tolle Reisetipps. Allerdings gibt es beim Tipp dieser Woche einige moralische Fragen zu beachten. Wir sind der Meinung, dass Kommunikation mit dem Passagier vor ihnen die beste Möglichkeit ist, um Stress zu vermeiden. Wenn Sie nicht möchten, dass sich die Person vor Ihnen zurücklehnt, bitten Sie sie doch erst einmal freundlich, es nicht zu tun. Das gilt natürlich auch, wenn Sie Ihren Sitz zurücklehnen möchten. Informieren Sie den Passagier hinter Ihnen, damit er sicher sein kann, dass keine wertvollen Gegenstände beschädigt werden könnten, wenn Sie Ihren Sitz plötzlich zurücklehnen. So findet hoffentlich jeder eine komfortable Situation - sofern das in der Economy möglich ist!

    ⇒ So viel Platz haben Sie in der Business Class

Falls Sie dennoch an dem Knee Defender interessiert sind, können Sie das Gerät online bestellen.

Ein Extra-Tipp zum Geldverdienen

Bei Flug-Verspaetet.de sind wir darauf spezialisiert, die Entschädigung für Passagiere durchzusetzen, deren Flug verspätet war oder ausgefallen ist. In einem solchen Fall kann Ihnen nämlich bis zu 600 Euro Entschädigung zustehen! Diese geltend zu machen ist der beste Reisetipp, den es gibt!

Wenn einer Ihrer Flüge innerhalb der letzten 3 Jahre Verspätung hatte, könnte Ihnen auch dafür noch eine Entschädigung zustehen. Nutzen Sie einfach unseren kostenlosen Entschädigungsrechner und erfahren Sie direkt, wie viel Ihnen zusteht:

 

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