Warum man niemals ein Foto seiner Bordkarte auf Facebook, Instagram & Co. teilen sollte

Schon wochenlang freut man sich auf seinen Urlaub. Die Flip-Flops sind eingetragen, die Sonnencreme aufgetragen und den Lonely Planet seines Zielortes kennt man praktisch schon auswendig. Endlich ist man am Flughafen angekommen und die Vorfreude könnte kaum größer sein. Diese möchte man natürlich auch gern mit seinen Freunden und der Familie teilen. Schließlich soll jeder wissen, dass es jetzt in den wohlverdienten Urlaub geht. Also steht erstmal ein Selfie an. Oder auch 10 - bis der richtige Winkel gefunden wurde, dauert es schließlich. Noch schnell bearbeiten und Schwupps - ist das Foto auch schon auf Facebook und alle Freunde können Ihren Neid hinter Kommentaren wie “Viel Spaß” und “Genießt es” verstecken. Hach, wie schön kann die Welt der Social Medias sein. Wer erkennt sich hier nicht wieder? Beinahe jeder. Daher kann es ja eigentlich gar nicht so schlimm sein! Grundsätzlich ja. Ist aber die Boardingkarte auf dem Foto sichtbar, dann wird es brenzlich. Denn der Boarding Pass gibt viel mehr preis als die Destination und die Flugzeit. Im Barcode und QR Code sind unter anderem die Telefonnummer und die Privatadresse des Passagiers hinterlegt. Und diese Infos sollen nun wirklich nicht für jeden einsehbar sein.

Wir klären euch auf, welche Informationen hinter den Codes auf einem Boarding Pass sichtbar sind:

 

  • Vollständiger Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Privatadresse
  • E-Mail-Adresse
  • Details der Reise (Sitzplatznummer, Mahlzeiten, vollständige Flugdaten)
  • Die letzten 4 Ziffern der Kreditkartennummer
  • Dokumentnummer des Reisepasses oder Personalausweises

Ganz schön viel Informationen die hier verpackt sind. Tatsächlich ist es so, dass der Barcode auf der Bordkarte eine Art “kompakte Version des Flugtickets” ist. "Es gibt viele Websites, die den Barcode leicht lesen können. Und da kommen Ihr Name, Ihre Flugnummer, Ihr Ziel, Ihr Flughafen, Ihr Gate, Ihre Sitznummer und andere Informationen ins Spiel", sagt Bob Davidson von der International Air Transport Association (IATA). So kann jeder, der einen einfachen QR-Code-Leser auf seinem Handy hat, diese Informationen abrufen und Ihre Flugdaten ändern oder sogar löschen.

Werfen Sie Ihre Bordkarte nie einfach so weg

Auch keine gute Idee ist es, die Bordkarte einfach so wegzuschmeißen, nachdem Sie gelandet sind. So kann die Karte schließlich noch herausgefischt werden oder landet zufälligerweise in den falschen Händen. Man weiß nie. Wir raten Ihnen, Ihre Bordkarte am besten bis nach Hause zu nehmen und sie dort zu zerreißen oder zu zerschneiden, sodass der Barcode und der QR Code für kein Gerät mehr lesbar ist. Achtung! Machen Sie das nicht, falls Ihr Flug Verspätung hatte und gecancelt wurde. Wenn Sie Anspruch auf Entschädigung haben, dann kann die Bordkarte zum wichtigen Beweismittel werden.

Hier nochmal unsere Checkliste:

  • Teilen Sie kein Foto von Ihrer Bordkarte auf Facebook, Instagram, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken
  • Schießen Sie lieber ein schönes Urlaubsfoto von sich und Ihren Liebsten. Das können Sie auch ohne Bedenken auf den sozialen Netzwerken teilen
  • Der Flug ist nach Plan verlaufen? Super! Dann zerstören Sie Ihren Boardingpass, sodass keiner der abgebildeten Codes mehr lesbar ist
  • Es gab eine Flugverspätung oder eine Flugannullierung? Dann heben Sie Ihren Boardingpass auf und tragen Sie Ihre Fluginformationen untenstehend in unseren Entschädigungsrechner ein. In ein paar Minuten wissen Sie, ob Ihnen Entschädigung zusteht!

 

 


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