Zurück zu Neuigkeiten

Reisebüros ärgern sich über die Extragebühr der Lufthansa

Nach den letzten Pilotenstreiks steht die Lufthansa wieder einmal in den Schlagzeilen. Die Airline Gruppe hat Anfang dieses Monats eine neue Extragebühr von 16 EUR pro Ticket eingeführt. Dieser Zuschlag wird auf Tickets erhoben, die NICHT über die konzerneigenen Webseiten und/oder Schalter gebucht werden. Betroffen sind Passagiere, die sowohl mit der Lufthansa, als auch mit Tochterfluglinien wie Austrian Airlines, SWISS und Brussels Airlines fliegen. 

Protest bei Reiseveranstaltern

Der Europäische Verband der Reise-Technologieunternehmen und Online-Reisevermittler (ETTSA) hat nun eine offizielle Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Der Zuschlag sei ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex für den Einsatz von Computerreservierungssystemen. Christoph Klenner, Generalsekretär der ETTSA, äußerte seine Bedenken: „Der EU-Verhaltenskodex wurde gerade dafür entwickelt, um Missbrauch durch Fluggesellschaften zu verhindern. Die Europäische Kommission hat daher die Pflicht, einzugreifen, um die Wahlfreiheit der Verbraucher weiterhin zu schützen."

Die Lufthansa-Group will mit der Extragebühr ihre Gewinnmargen erhöhen. Ein weiterer Schritt im kontinuierlichen Preiskrieg gegen Billigfluganbieter. Viele Europäische Fluggesellschaften sehen sich zunehmend gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Geschrieben von: Flug-Verspaetet