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Flugzeug kann nicht landen - Ziegenbock auf der Piste

Flugzeug kann nicht landen - Ziege auf dem RollfeldWeil ein Ziegenbock die Landebahn blockierte, konnte kürzlich ein Passagierflugzeug in Kathmandu (Nepal) nicht landen. Das Flugzeug musste erneut in die Lüfte steigen und konnte erst mit einer 40 minütigen Verspätung sicher aufsetzen. Der Flughafen hatte in der Vergangenheit bereits häufiger Probleme mit Tieren, die die Pisten blockierten und den Flugverkehr störten. Als Ergebnis sind heute fünf Jäger am Flughafen engagiert, um sicher zu gehen, dass der Flugplan reibungslos und ohne tierische Unterbrechung stattfinden kann.

Entschädigung bei Flugverspätung durch Tiere?

Auch an anderen Flughäfen kommt es immer mal wieder vor, dass Tiere den Flugplan verzögern. Insbesondere der sogenannte Vogelschlag ist ein regelmäßiger Grund für Flugverspätungen. Dabei geraten die Tiere, häufig bei Start oder Landung des Flugzeugs, in die Turbine und beschädigen diese mitunter so schwer, dass das Triebwerk ausfällt und der Flug abgebrochen werden muss.

Ob die Passagiere in diesem Fall ein Recht auf Entschädigung haben ist bislang nicht klar geregelt. Ein Votum des Generalanwalts beim europäischen Gerichtshof diesen Sommer, in dem er den sogenannten Vogelschlag nicht als außergewöhnlichen Umstand definiert, ist hierbei wegweisend. Passagiere hätten demnach einen Anspruch auf Entschädigung, wenn sich ihr Flug aufgrund von Vögeln im Triebwerk verspätet. Dies wurde in der Vergangenheit anders gesehen und als „höhere Macht“ eingestuft - in solch einem Fall würde kein Anspruch auf Entschädigung bestehen.

Besonderer Ziegenbock

Im Fall des Ziegenbocks in Kathmandu handelt es sich um ein besonderes Tier; Der Bock gehört dem örtlich stationierten Militär, das wiederum ironischer Weise zur Flugsicherung vor Ort ist. Wer nun für diesen Zwischenfall zur Verantwortung gezogen wird, und wie die Auswirkungen auf die zukünftige Flugsicherung Vorort sein werden bleibt abzuwarten. Wir hoffen in jedem Fall, dass das Militär die ihm aufgetragene Aufgabe in Zukunft etwas ernster und ohne Tierische "Unterstützung" angehen wird ...

Geschrieben von Team Flug-Verspaetet.de