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Rechte von Fluggästen bei Annullierung werden gestärkt

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied am Donnerstag, dem 11. Mai 2017, dass Fluggästen, die nicht rechtzeitig über die Annullierung ihres Fluges informiert werden, ein Recht auf Entschädigung zusteht. Dabei sei es unerheblich, ob die Passagiere über einen Reiseveranstalter oder die Airline selbst gebucht haben.

Nachdem es vor  einer Woche schlechte Nachrichten für Passagiere gab, die Verspätungen erleiden müssen, stärkt der Gerichtshof diesmal die Rechte von betroffenen Passagieren. Im vorliegenden Fall hat ein Niederländer zehn Tage vor dem Abflug über einen Reisevermittler erfahren, dass sein Flug gestrichen wurde. Der EU Fluggastrechtordnung zufolge, müssen Passagiere allerdings 14 Tage vor ihrer Reise über eine Annullierung informiert werden.

Die ausführende Airline weigerte sich dem Fluggast eine Entschädigung zu zahlen. Ihre Argumentation beruf sich darauf, dass sie den Reisevermittler rechtzeitig über die Annullierung informiert hatte. Der Gerichtshof entschied jedoch, dass dies nicht die Haftungspflicht gegenüber dem Kunden einschränke. Entscheidend ist also, zu welchem Zeitpunkt der Passagier von den geänderten Flugzeiten erfährt.