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Viele Streiks in Mallorca erwartet

Mallorca, eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen im Sommer wir besonders stark unter dem Streik der französischen Fluglotsen leiden. Die geplante Streikwelle wird eine der schlimmsten der Geschichte. Auch bei Flügen aus Deutschland muss mit Verspätungen und Flugausfällen gerechnet werden.

Mallorca steht der Sommer mit den meisten Fluglotsenstreiks der Geschichte bevor. Denn das Fluglotsen-Kontrollzentrum in Marseille kündigte an, diesen Sommer regelmäßig gegen die Liberalisierungspolitik von Präsident Macron zu streiken.

Besonders deutsche Mallorca-Urlauber sind vom Streik betroffen

Fast alle Flüge zwischen Nord- und Mitteleuropa und Mallorca führen durch den von Frankreich kontrollierte Luftraum. Dies führt dazu, dass Flugzeuge auf Mallorca weder starten noch landen können. Dadurch kommt es zu Annullierungen und langen Verspätungen.

Bereits fünf Mal wurde in diesem Jahr gestreikt, zuletzt dieses Wochenende. Alleine 58 Flüge mussten dieses Wochenende in Düsseldorf gestrichen werden.

Thomas Cook-Chef Christoph Debus appellierte nun sogar persönlich an die Regierung in Paris, endlich in dem Konflikt zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen. „Insbesondere Urlauber und Familien, die lange auf ihre Reisen gespart haben, hätten dann unter den Auswirkungen zu leiden", so Debus bei einer Pressekonferenz in Palma de Mallorca. Debus stellte dort die neue Konzernstrategie vor, die besonders Mallorca in den Brennpunkt des Reisegeschäfts rückt. Dadurch wird die Insel für den Reiseveranstalter wichtiger denn je.

Ein Ende des Streiks ist jedoch nicht in Sicht

Die Spanische Zeitung Ultima Hora berichtete nun, dass es diesen Sommer besonders heftig werden soll. Ein Ende der Streiks ist zum jetzigen Zeitpunkt somit nicht in Sicht. Im Gegenteil: 66 Prozent aller Lotsenstreiks der letzten 8 Jahren in Europa fanden in Frankreich statt. Grund für den Protest der Fluglotsen ist die Liberalisierungspolitik des französischen Staatschefs Macron. Dieser plant bis 2022 rund 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen.

Auch Im Tarifstreit bei Air France ist noch keine Einigung in Sicht. Hinzu kommt, dass das Personal der beiden Billigflieger Vueling und Ryanair diesen Sommer ebenfalls Streiks ankündigten, wodurch der Flugverkehr weiter beeinträchtigt wird. Wir raten Passagieren daher, sich frühzeitig bei der eigenen Airline zu informieren sowie mit Annullierungen und Verspätungen zu rechnen.

Fluggastrechte bei einem Streik

Grundsätzlich steht Passagieren, die von einer Flugverspätung von mindestens drei Stunden oder einem Flugausfall betroffen sind, eine Entschädigung von der Airline zu. Diese kann je nach Flugdistanz bis zu 600 Euro betragen kann. Allerdings gilt dieses Recht nicht bei einem außergewöhnlichen Umstand. Zu denen auch ein Streik zählt. Mehr Informationen zu Ihren Fluggastrechten bei einem Streik finden Sie auf unserer Themenseite.

Kam es aus anderen Gründen bei Ihrem Flug zu einem Problem, könnten Sie allerdings Anspruch auf eine Entschädigung haben – bis zu drei Jahre nach dem Flug! Prüfen Sie jetzt kostenlos und unverbindlich, ob Ihnen eine Entschädigung zusteht: