Neu: Fordern Sie eine Rückerstattung Ihrer Ticketkosten bei Flugausfällen aufgrund des Coronavirus. Rückerstattung fordern
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Die Europäische Kommission gibt Regelungen zum sicheren Reisen im Jahr 2020 bekannt

 

Der Weg in die Normalität: Sommerurlaub unter strengsten Bedingungen möglich

Die europäische Tourismusindustrie ist von den starken Reisebeschränkungen, die aufgrund der Coronavirus-Krise verhängt wurden, mit am stärksten betroffen. Die Welttourismusorganisation (UNWTO) rechnet mit einem Rückgang der internationalen Ankünfte um 20% bis 30%, was für die Reiseindustrie weltweit einen Verlust zwischen 280 und 420 Milliarden Euro bedeuten wird. In Europa würde die Sommersaison dem europäischen Tourismussektor mit 360 Millionen Ankünften in der Regel rund 150 Milliarden Euro einbringen. In einer Konferenz diskutierten die Mitglieder der Europäischen Kommission heute im Detail wie es mit den Maßnahmen zur Lockerung der COVID-19 Maßnahmen weitergehen soll. Ein besonderer Fokus lag hierbei auf der Reiseindustrie und dem Luftfahrtsektor. Bereits einen Tag zuvor bestätigte EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean, dass die Europäische Union weiterhin fordert, dass Reisende bei Flugausfällen die Wahl haben müssen, ob sie einen Gutschein annehmen wollen, oder stattdessen eine Rückerstattung ihrer Ticketkosten fordern möchten.

 

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Grenzöffnungen in Europa

Bereits am Dienstagabend gab EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Paolo Gentiloni bekannt, dass wir im Sommer 2020 durchaus mit einer Urlaubssaison rechnen können. Dies kann allerdings nur unter strengsten Auflagen und Sicherheitsmaßnahmen geschehen. Reisefreiheit und grenzüberschreitende Reisen sind der Schlüssel zum Tourismus. Dies bedeutet, dass pauschale Beschränkungen durch gezieltere Maßnahmen in Ländern ersetzt werden sollten, in denen es gelungen ist, die Zahl der Infektionen gering zu halten. Sollte eine generelle Aufhebung der Reisebeschränkungen nicht vertretbar sein, wird von der Europäischen Kommission ein schrittweises und koordiniertes Vorgehen vorgeschlagen.

In Bezug auf Grenzöffnungen sollten die Mitgliedsstaaten der EU auf der Grundlage der folgenden Kriterien handeln: Epidemiologische Maßnahmen, Eindämmungsmaßnahmen sowie Beachtung wirtschaftlicher und sozialer Faktoren.

 

Fluggastrechte in der Krise

Nachdem diverse Länder Schritte unternommen haben, um die EU-weite Verordnung für Fluggastrechte temporär außer Kraft zu setzen, gab die Europäische Kommission nun offiziell bekannt, dass diese europäischen Fluggastrechte weiterhin in ganz Europa bindend sind. Das bedeutet, dass trotz der enorm hohen Zahl an Flugausfällen, Passagiere weiterhin das Recht haben, sich zwischen einem Gutschein und einer Erstattung der Ticketkosten zu entscheiden.

Fluggesellschaften versuchen bereits seit Monaten, Kunden zur Annahme von Gutscheinen zu zwingen, da das Geld der Urlauber so im Unternehmen bleibt und weiterhin von der Airline verwendet werden kann. “Wir halten diese Aktion für äußerst ungünstig für die Verbraucher. Sie werden gezwungen die Kosten der Fluggesellschaften zu übernehmen und ihnen ihr Geld zu leihen, obwohl die Arbeitslosenquote innerhalb der EU voraussichtlich auf 9% steigen wird. Dieses Verhalten zeigt, warum die Fluggastrechte in der Europäischen Union stark bleiben müssen.”, erklärt Tom van Bokhoven, CEO von Flug-verspaetet.de

Um Gutscheine für Reisende interessanter zu gestalten, schlägt EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean vor, dass Fluggesellschaften Gutscheine anbieten, welche nach einer Frist von 12 Monaten für eine Rückerstattung der Ticketkosten eingelöst werden können. Des Weiteren sollen diese Gutscheine von den EU-Staaten gegen Insolvenz abgesichert werden. Dies wird vermeiden, dass zahlreiche Reisende im Falle einer Insolvenz der Airline ihr Geld verlieren.

 

Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung von COVID-19

Bisher waren die Sicherheitsmaßnahmen in Europa vor allem Ländersache. Jeder EU-Mitgliedsstaat konnte selbst entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Doch vor allem die anstehenden Grenzöffnungen innerhalb der EU zeigen, dass eine gemeinsame Politik in Sachen Sicherheit notwendig sind. "Wir müssen Wachsamkeit, physische Distanz und strenge Gesundheitsvorkehrungen im gesamten Tourismus- und Transport-Ökosystem aufrecht erhalten, um weitere Ausbrüche so weit wie möglich zu verhindern", erklärte die Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Stella Kyriakides. Vor allem zu Sommerbeginn, wenn Menschen traditionell mehr reisen, sind strikte und vor allem einheitliche Maßnahmen für Hotels, Flughäfen, Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel uns so weiter wichtig.

 

Sicherung des Überlebens des europäischen Tourismussektors

Ziel der Europäischen Kommission ist es, den europäischen Tourismussektor zu unterstützen, indem die Liquidität von Tourismusunternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen, durch Regeln für staatliche Beihilfen sowie durch EU-Fördermittel sichergestellt wird. Der Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, erklärt, dass Millionen von kleinen und familiengeführten Unternehmen aufgrund dieser Krise vor dem Bankrott stehen. Die Europäische Kommission hat bis zu 8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um 100.000 dieser von der Krise betroffenen kleinen Unternehmen zu finanzieren. Darüber hinaus will die Europäische Union Arbeitsplätze erhalten, indem sie bis zu 100 Milliarden Euro als finanzielle Entlastung zur Verfügung stellt. Dieses Programm unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Deckung der Kosten nationaler Kurzarbeitsprogramme und ähnlicher Maßnahmen, die es den Unternehmen ermöglichen, Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Europäische Kommission wird europaweite Kommunikationskampagnen fördern, in denen Europa als Reiseziel Nummer Eins vorgestellt wird. Ziel dieser Kampagne ist es, die Bürger mit lokalen Tourismusangeboten in Verbindung zu bringen und für lokale Attraktionen und Europa als erstklassiges Reiseziel zu werben.

 


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