Reise mit Anschlussflug - darauf sollte man achten

Gerade über lange Distanzen reisen viele Passagiere mit Anschlussflügen zu ihrem letztendlichen Ziel. Oftmals werden diese „Kombi-Pakete“ auch direkt von den Airlines angeboten. Natürlich können sich Passagiere eine solche Reise aber auch selber zusammenstellen, zum Beispiel um Geld zu sparen. Doch worauf sollte man achten, wenn man bei seiner Flugreise ein- oder sogar mehrmals umsteigen muss, um selbst verschuldete Verspätungen zu vermeiden und eine möglichst angenehme Reise zu haben?

    ⇒ Anschlussflug aufgrund einer Verspätung verpasst? So gibt's Entschädigung!

Tipp 1: Umsteigezeit richtig planen

Generell sollte man immer darauf achten, genug Umsteigezeit einzuplanen. Je nach Flughafen und Ziel-Destination warten verschiedene Herausforderungen auf die Reisenden. Zum Beispiel kann es zu Einreise-, Zoll- oder Visakontrollen kommen, man muss sein Gepäck erneut einchecken oder es kann vorkommen, dass man erneut durch die Security-Kontrollen muss.

Besonders bei größeren Flughäfen ist es nicht selten, dass sich die Gates weit voneinander entfernt befinden oder es sogar mehrere Terminals gibt. Falls der Reisende dann auch noch das erste Mal an dem Flughafen ist und sich nicht auskennt, kann es schnell hektisch werden. Deshalb ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig einen Plan des Flughafens herunterzuladen oder auszudrucken, um die Wege vor Ort einfacher zu finden. Eine feste Regel, wie viel Zeit man einplanen sollte, gibt es nicht. Mindestens 45 Minuten sollten es jedoch sein – darunter wird es in jedem Fall zu knapp! Bei Reisen in die USA (oder generell ins Ausland), in denen es strikte Immigrationskontrollen gibt, sollte man mindestens 2 Stunden einplanen.

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In vielen Flughäfen können die Wege von Gate zu Gate einige Zeit kosten.

Tipp 2: Auch der Fluggast ist in der Pflicht – Anschlussflüge müssen nicht warten

Ist es abzusehen, dass es schwer wird, den Anschlussflug zu erreichen, sollte sich auch der Passagier aktiv um eine bevorzugte Behandlung bemühen. So kann dieser z.B. bei Kontrollen auf seine Situation aufmerksam machen und um eine schnellere Abfertigung bitten. Selbstverständlich sollte man auch nicht bummeln oder gar noch eine Shopping-Pause im Duty Free einlegen, wenn die Zeit dafür zu knapp ist. Erscheint der Fluggast nicht rechtzeitig zur Abfertigung am Gate, ist dies nicht die Schuld der Airline.

Anschlussflüge müssen übrigens nicht warten, wenn ein Zubringerflug Verspätung hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ist jedoch umso höher, je niedriger die Verspätung ausfällt. Außerdem steigen die Chancen, wenn es sich um eine Maschine der gleichen Fluggesellschaft handelt, oder diese zumindest im gleichen Verbund organisiert ist. Desto mehr Passagiere Gefahr laufen, einen Anschlussflug zu verpassen, desto wahrscheinlicher ist, dass dieser wartet. Eine Garantie oder gar ein Anrecht darauf gibt es allerdings nicht. Auf jeden Fall muss sich die Fluggesellschaft aber um eine Umbuchung und Betreuungsleistungen kümmern – und je nach Verspätung auch eine Entschädigung zahlen!

Tipp 3: Rechtzeitig informieren, wie das Gepäck von A nach B kommt

Wenn man nur mit einer Fluggesellschaft fliegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese das Gepäck automatisch in den Connecting-Flight verladen. Sollte man aber die Airline wechseln, kann es sein, dass man sich selbst darum kümmern muss. In diesem Fall sollten sich die Passagiere am besten schon beim Check-In informieren, wie mit dem Gepäck verfahren wird. Es könnte sein, dass man es selbst abholen und neu aufgeben muss, was natürlich zusätzlich Zeit kostet. Gibt es eine Zollkontrolle, die passiert werden muss, muss man das Gepäck immer abholen und neu aufgeben.

Übrigens: Falls einem Passagier der Weiterflug nach einem Zwischenstopp untersagt wurde, da sein Gepäck aufgrund von Zeitmangel nicht verladen werden konnte, hat dieser ein Anrecht auf Entschädigung. Wenn dir das wiederfahren ist, nimm am besten Kontakt mit unserem Team auf, wir helfen dir gerne, deinen Entschädigungsanspruch geltend zu machen!

Extra Tipp: Wenn der Zubringerflug Verspätung hatte, winkt eine Entschädigung

Leider kommt es immer wieder vor, dass man seinen Anschlussflug verpasst, da der erste Flug verspätet war. In einem solchen Fall muss sich die Airline um eine alternative Beförderung kümmern, z.B. den Passagier auf einen späteren Flug umbuchen. Dadurch kann man, je nach Destination und Häufigkeit der Flüge viel Zeit verlieren. Kommt man aufgrund der Verspätung mindestens drei Stunden nach der eigentlich geplanten Ankunftszeit am Zielort an, hat man ein Recht auf eine Entschädigung. Dieses kann, je nach Distanz, bis zu 600 Euro betragen. Auf unserer Themenseite "Anschlussflug verpasst – Was tun wenn Ihr Zubringerflug Verspätung hatte" findet man alle relevanten Informationen zum Thema Entschädigung.

Oder testen Sie Ihren Fall einfach kostenlos und unverbindlich mit unserem Entschädigungsrechner. Einfach Flugdaten eingeben und erfahren, wie viel Geld Ihnen zusteht:

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