Warum man keine Fluggutscheine als Entschädigung annehmen sollten

Fluggesellschaften haben viel Erfahrung darin, wenn es darum geht, (keine) Entschädigung zu zahlen. Sie haben eine große Trickkiste voller Ausreden und Mittel, um eine Zahlung zu vermeiden, die den Passagieren zusteht, wenn ein Flug ausfällt oder mehr als drei Stunden verspätet ist. In einigen Fällen werden dann Fluggutscheine angeboten – wir erklären, warum man diese besser nicht (voreilig) annehmen sollten.

Wer einen Gutschein annimmt, verliert sein Recht auf Entschädigung

Ganz besonders perfide: Manche Airlines bieten dem Kunden einen Gutschein an, dessen Wert unter der gesetzlich vorgeschriebenen Entschädigungssumme liegt. Teilweise heißt es dann irreführenderweise, dass es sich um eine nette Geste handeln würde, damit der Kunde die Verspätung nicht als zu schlimm in Erinnerung behält.

Dennoch sollte man einen solchen Gutschein nie direkt annehmen: Denn in diesem Fall verliert man seinen Anspruch auf eine Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung. In einer Hinsicht könnt ihr aber unbesorgt sein: Das gilt nicht für Verpflegungsgutscheine! Dieser Anspruch gilt unabhängig von dem Recht auf Kompensation und besteht ab einer Wartezeit von 2 Stunden – egal, was die Ursache der Verspätung ist!

 

Gutscheine sind für die Fluggesellschaften kostengünstiger als das Zahlen der Entschädigung

Teilweise kommt es zwar vor, dass der Betrag des Fluggutscheins über der Summe liegt, den die Airline auszahlen müsste. Dennoch lohnt sich für die Fluggesellschaft der Deal: Denn der Gutschein gilt natürlich nur für die eigene Airline – so wird der Kunde an die Marke gebunden und das Geld bleibt im Unternehmen.

Ebenfalls ein Problem: Häufig sind die Gutscheine nur eine bestimmte Zeit gültig, z.B. ein Jahr. Verreist man in dieser Zeit nicht oder mir einer anderen Fluggesellschaft, z.B. weil diese wesentlich günstiger ist, so verfällt der Gutschein und die Airline hat das komplette Geld gespart. Und es existiert ein weiteres Risiko: Vor allem Air Berlin hat vielen Kunden einen Gutschein als Entschädigung angeboten. Vergangenen Herbst musste die Fluggesellschaft aber Insolvenz anmelden – die Gutscheine waren dadurch plötzlich wertlos!

Und seien wir doch mal ehrlich: Wer würde nicht lieber Bargeld haben, dass man für alles ausgeben kann, was man möchte?

 

 

Entschädigung für eine Flugverspätung: So viel gibt's

Wie bereits geschrieben, besteht ein Anspruch auf Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung bei einer Flugverspätung von mindestens 3 Stunden oder wenn der Flug komplett gestrichen wird und kein außergewöhnlicher Umstand Ursache des Problems ist. Die Höhe der Entschädigung richtet sich dabei ausschließlich nach der Flugstrecke:

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